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* Von 1914 bis 1918 war in Marchtrenk ein k.u.k. Kriegs Gefangenen Lager für 35.000 gefangene Soldaten angelegt. Als Zahlungsmittel gab es in diesem Lager ein eigenes KGL - Geld.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

* In der Zeit von 1919 bis 1921 wurden aufgrund von Kleingeldmangel NOTGELD gedruckt und ausgegeben - so hatte in dieser Zeit jede Stadt, bzw. auch sehr viele Gemeinden ihr "eigenes" Geld!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

* Reutergeld waren Notgeldscheine (auch Serienscheine genannt), welche der Künstler Fritz Reuter entworfen hatte. Diese Geldscheine waren aber niemals zum Zahlungszwecke, sondern damals schon als reine Sammelobjekte bestimmt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

* 1922 kam es zur Hyperinflation - der Kurs für 1 US Dollar entsprach 4,2 Billionen Mark - die Wirtschaft brach zusammen, welche sich erst 1924 wieder stabilisierte.

 

 

 

 

 

 

 

In der Kronen Zeitung vom 3.Juli 1938 ist ein gebrauchtes  STEYR Waffenrad inseriert, welches um 55,- Reichsmark zum Verkauf angeboten wird.

 

Ende 1945 lief die Fahrradproduktion in Österreich wieder langsam an, die Produktionszahlen waren aber aufgrund der Rohstoffknappheit noch sehr niedrig, und Fahrräder waren aus diesem Grund sehr teuer.

Der Fahrraddiebstahl und dessen Schwarzmarkt florierten. In Italien zB. kostete damals ein gebrauchtes Fahrrad zw. 18.000 und 20.000 Lire, bei einem durchschnittlichen Verdienst eines Arbeiters von 4000 Lire/Monat.

Erst 1949 normalisierte sich die Lage wieder. Billige Tourenräder der Marke STEYR oder PUCH kosteten um die 750,- Schilling (ca. 55,- Euro)

1952 wurde dann auch das original  STEYR Waffenrad wieder zum Verkauf angepriesen. Es kostete rund 1200,- Schilling (ca. 87,- Euro) und hielt diesen Preis bis Ende der 50er Jahre.

 

In den 60er Jahren bezahlte man für ein Waffenrad so um die 1350,- bis 1400,- Schilling (ca. 100,- Euro)

 

In den 70ern mußte man schon rund 2400,- Schilling (ca. 175,- Euro) hinblättern.

1984 lag der Preis eines Waffenrades mit Freilaufnabe bei 3450,- Schilling (250,- Euro), und mit Torpedo 3-Gang Schaltung bei 3950,- Schilling (287,- Euro).

 

Zum Vergleich: ein Handwerker der 80er Jahren verdiente  ca. 15.000,- Schilling netto pro Monat (1090,- Euro)

Geld von "anno dazumal"

Fahrräder mußten ja auch gekauft und bezahlt werden - wie unsere Zahlungsmittel früher, vor dem Euro, ausgesehen haben, zeigt ihnen hier meine kleine Sammlung an österreichischen und deutschen Geldscheinen und Münzen aus der Zeit von 1910 bis in die 80er Jahre.

Wieviel das Familieneinkommen betrug, und wieviel ein Fahrrad zur jeweiligen Zeit gekostet hat, ist schwierig zu recherchieren, ich bemühe mich aber so viel wie möglich darüber in Erfahrung zu bringen.

 (zum Vergrößern Geldscheine anklicken)

 

1000 Reichsmark, 21.April 1910

Banknote: Harald Dlugos

1 Heller v. 1915, Münzen aus dem Kriegs Gefangenen Lager Marchtrenk *

2 Kronen der Oesterreichisch-Ungarischen Bank, Deutschösterreich, Wien 1. März 1917

NOTGELD Scheine, 1919 - 1921 *

10, 20, 50 Heller - Notgeld der Stadtgemeinde Waidhofen a.d. Ybbs, 1. Feber(Februar) 1920

5, 10, 20, 50 Heller - Notgeld der Ortsgemeinde Ebensee, 17. April 1920

10, 20, 50 Heller - Notgeld der Gemeinde Marchtrenk v. 22. Mai 1920

10, 20 Heller - Notgeld der Stadtgemeinde Wels v. 30. Juni 1920

Hier noch eine ganze Serie Notgeldes aus WELS, welches Vorne einheitlich den "50 Heller Aufdruck", und auf der Rückseite 16 verschiedene Motive der Stadt WELS trägt

50 Heller, Notgeld der Stadtgemeinde Wels v. 30. Juni. 1920

10 Kronen der Oesterreichisch-ungarischen Bank, Wien 2. Jänner 1922

Reutergeld *  10 Pfenning der Stadt Bützow (Deutschland), v. 28. 2. 1922

10 Pfenning Gutschein der Stadt Linz, 1. Oktober 1923

Hyperinflation - 1922 / 1923 *

1 Million Mark Reichsbanknote, Berlin den 25. Juli 1923

Banknote. Harald Dlugos

2 Millionen Mark Reichsbanknote, Berlin 9. August 1923

Der SCHILLING

Am 1. März 1925 wurde von der Österreichischen Nationalbank der "Schilling" eingeführt, welcher die "Krone", das Zahlungsmittel der Österreich-ungarischen Bank ablöste

- ein Waffenrad kostete zur damaligen Zeit zwischen 225,- und 295,- Schilling.

 

Zwischen 1938 und 1945 war der Schilling kriegsbedingt, durch die Reichsmark ersetzt!

 

10 Schilling Schein v. 29. Mai 1945

20 Schilling Schein v. 29. Mai 1945

Hier noch ein 20er v. 29. Mai 1945, welcher aber noch unbenützt ist, absolut ohne Knick oder anderen Beschädigungen - ein seltenes Sammlerstück!

20 Schilling Schein v. 2. Juni 1967

50 Schilling Schein v. 2. Jänner 1970

100 Schilling Schein v. 2. Jänner 1984