Wappen der Stadt Bratislava

Bild: Waffenradl.at - Team

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Marchtrenk - Bratislava - Marchtrenk (31. Juli bis bis 7. August 2012)

Meine erste Radreise führte mich, von Marchtrenk startend, entlang der Donau, durch Oberösterreich, Niederösterreich, in die angrenzende Slowakei. Die Stadt Bratislava war mein Ziel - nach einer Stadtbesichtigung, fuhr ich den selben Weg wieder retour.

Mein "Reisegefährte" für diese annähernd 700 km lange Tour, ist ein STEYR Herren Waffenrad von 1962, ohne Schaltung (Übersetzungsverhältnis 46/22), samt Einspuranhänger, Satteltaschen und 32 kg Gepäck.

 

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alle Fotos: Waffenradl.at - Team

TAG 1

Abfahrt von Marchtrenk, zuerst entlang der Traun - bei Linz/Ebelsberg stoße ich auf die Donau, welcher ich am rechten Ufer folge - bald schon sehe ich in der Ferne das Donaukraftwerk (DKW) Abwinden/Asten, auf welchem ich übersetze, und ans linke  Donauufer wechsle.

Nach 2 h 30 min Fahrt, und 51 km habe ich mein heutiges Tagesziel, den Campingplatz in Au an der Donau erreicht. Ein sehr schöner Campingplatz, es war der tollste Campingplatz meiner ganzen Reise.

Tag 2

Am nächsten Tag gehts weiter in Richtung Melk. Beim DKW Wallsee/Mitterkirchen führt mich mein Radweg wieder an die rechte Seite der Donau, von welchem man sehr gut das Schloss Greinburg in Grein erkennen kann.

Sehr empfehlenswerte Einkehrmöglichkeit ist "Rudis Piraten Kneipe" in Neustadtl an der Donau, ein Hausboot, direkt am Donauradweg gelegen in welchem "Piratenkapitän" Rudi Leutgeb Hausmannskost frisch zubereitet.

Kurz darauf bin ich in Ybbs, und besuche natürlich das dort gelegene Ybbser Fahrradmuseum.

Nach meiner ersten und auch einzigen Panne, gehts durch Krummnußbaum weiter, das DKW Melk links liegen gelassen (im Hintergrund das imposante Stift Melk) bis zum "alten Fährhaus", wo ich nach 87 Tageskilometern und 138 Gesamtkilometer, am Campingplatz mein Zelt aufschlage.

Tag 3

Über eine Donaubrücke mit 16% steiler Auffahrt fahre ich wieder ans linke Donauufer und gelange in die Wachau, in der sich die Gegend schlagartig ändert - die Landschaft wird hügeliger, die Gassen werden schmäler, die Häuser älter, man fährt ein wenig abseits der Donau, durch Hänge mit Weinreben und Marillenbäumen.

Durch Spitz a.d.Donau und Dürnstein gelange ich dann wieder an die Donau, wo ich über eine Brücke wieder die Uferseite wechsle, und vorbei am DKW Althwörth bis Zwentendorf fahre. Kurz vor Zwentendorf führt der Donauradweg durch einen Wald, und dann stehe ich vor ihm: dem Atomkraftwerk Zwentendorf, welches in den 70er Jahren gebaut, aber nie in Betrieb genommen wurde. Ein imposanter Anblick, den ich sicherlich nicht so schnell vergessen werde.

Einige Kilometer weiter komme ich zum als Tagesziel geplanten Campingplatz - 70 Tageskilometer heute, 208 Gesamtkilometer.

Tag 4

Heute regnet es ein wenig, so muß ich die ersten 20 km im Regengewand zurücklegen, bei Tulln bessert sich das Wetter. Kurz nach Klosterneuburg komme ich zum ersten Wegweiser der den Radweg nach Wien anzeigt und schon bald stehe ich vor dem Ortsschild "WIEN" - ein ganz besonderer Augenblick für mich!

Der Blick von der Praterbrücke läßt einem im Hintergrund den Donauturm erblicken.

Bei Wien/Schwechat, durch das "Öllager" ist der Weg ein Stückchen sehr mäßig ausgebaut, und nach einem unfreiwilligen Umweg über Mannsdorf erreiche ich das letzte Etappenziel vor Bratislava in Österreich - Orth an der Donau, wo ich für 2 Tage mich in einer Pension einquartiere.

Tageskilometer heute: 87, gefahrene Gesamtkilometer bisher: 295

Tag 5

Heute lasse ich das Gepäck in meinem Zimmer und fahre nur mit dem Fahrrad nach Bratislava um dort die Stadt zu besichtigen und am Abend für eine zweite Nacht zurück in meinem Quartier zurück zukehren.

Der Radweg ist bis Bad Deutsch Altenburg, ca 20 km schnurgerade und auch die Landschaft dort in der Donau Au ist nicht wirklich abwechslungsreich.

Bei Bad Deutsch Altenburg gehts über eine Brücke ans rechte Donauufer und Richtung Hainburg, dort komme ich zum Wegweiser "10 km Bratislava" und kurze Zeit später kann man hinter dem Ziehbrunnen, am Horizont schon das Schloss Bratislava erkennen.

 Der Grenzübergang ist natürlich "offen", und weitere 10 km weiter bin ich dann in der Altstadt von Bratislava. Das Schloss Bratislava ebenso wie die Stadt hinterlässt einen unbeschreiblichen Eindruck, aufgrund Schönheit und Größe bei mir, aber nach kurzem Aufenthalt muß ich wieder zurück nach Österreich, in meine Pension in Orth an der Donau, von wo ich am nächsten Morgen die Heimreise antreten werde.

Tageskilometer heute: 84 , gefahrene Gesamtkilometer bisher: 379

Tag 6

Am heutigen Tag beginnt meine Heimreise - ich fahre über die Praterbrücke in Wien über den Praterstern und die Hauptallee, zum Wahrzeichen Wiens, dem 1887 gebauten Riesenrad.

Weiter gehts über die künstlich angelegten "Sandstrände" am Donaukanal, über Klosterneuburg nach Tulln, wo ich nach einer weiteren Nacht am Campingplatz übernachte, und am nächsten zum Bahnhof fahre, um die letzten Kilometer mit der Eisenbahn zurück zukehren.

Tageskilometer heute (mit Tulln Besichtigung per Fahrrad) ca. 90, gefahrene Gesamtkilometer 469

Fazit meiner Reise

Wenn man die 10 Kilometer noch dazurechnet, die ich von Wels Hauptbahnhof, mit dem Radl noch bis nach Hause gefahren bin, habe ich in 7 Tagen ca 480 Kilometer mit dem alten Radl zurückgelegt, bei traumhaftem Wetter, mit nur 2 Gewittern, nur 1 kleinen Panne und so gut wie keinen Problemen, sowohl im In- als auch im Ausland.

 Ich habe sehr viel gesehen, sehr viel erlebt und habe sehr nette Menschen kennenlernen dürfen.

Ich will keine Sekunde dieser Reise missen und werde so ein Projekt auf alle Fälle bald wieder durchziehen!

 

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Mein verwendetes Equipment:

- Ein paar "Mainstream MSX SL55 Avantgarde" Satteltaschen.

Diese waren mit je 20l Fassungsvermögen absolut ausreichend für mich.

Das LKW-Planen ähnliche Material, das "Ortlieb-Rollverschlußsystem", sowie die sehr gute Verarbeitung wirken sehr überzeugend.

Vom Preis/Leistungs Verhältnis kann ich diese Satteltaschen nur wärmstens empfehlen!

Den Preis sowie weitere Infos zu den Taschen finden Sie hier

 

 

- Einspur Fahrradanhänger der untersten Preisklasse.

Der Hänger läuft dem Rad ganz gut nach, keine Probleme beim Kurvenfahren, einzig das Abstellen des Fahrrad-Anhänger Gespanns gestaltete sich trotz Zweibeinfahrradständers etwas mühsehlig.

Ich habe keinen Vergleich zu einem Mehrspur Anhänger, habe mir aber sagen lassen, dass ein solcher weit schwieriger zu ziehen ist wie ein Einspuranhänger.

Beim Hänger selbst ist die Passgenauigkeit bei der Produktion etwas zu bekriteln, was bei dem Preis aber auch logisch erscheint (ich habe mal gelesen das es sich bei diesen Billig Anhängern um B-Ware handelt). Man sollte also technisch versiert sein und eine kleine Werkstatt zuhause haben wenn man sich einen so günstigen Hänger zulegen will.

Er hat die 500 km pannenfrei durchgehalten, und ich war im Prinzip zufrieden damit, würde mir aber auf alle Fälle das nächste mal einen teureren kaufen, evtl. sogar einen "BOB", den "Mercedes" unter den Einspuranhängern.

 Preis und mehr Info über den Einspuranhänger finden Sie hier

 

 

- KOMPASS Radwanderkarte, Passau - Wien - Bratislava

128 Seiten umfassender, sehr ausführlicher Radwanderführer mit Routenkarten in denen 2 verschieden Routen vorgeschlagen werden: eine schnellere direkte Route, und Eine bei der man Sehenwürdigkeiten in der näheren Umgebung anfährt. Campingplätze, Hotels, Pensionen, Gaststätten, Radwerkstätten uvm. sind gekennzeichnet, ebenso wie die Beschreibung der größeren Städte und ein kleiner Stadtplan von Wien ist auch vorhanden.

Obwohl der Radweg meist sehr gut beschildert ist, war ich froh, das Buch dabei gehabt zu haben.

Meine Ausgabe war schon 7 Jahre alt, es gibt zzt. aber schon eine Aktuellere von 2012, auf alle Fälle kann ich den KOMPASS Radwanderführer absolut empfehlen!

Preis und mehr Info zu dem Buch erhalten Sie  hier

 

 

- Kuppelzelt HUSKY Extrem, Fast

Das HUSKY Zelt ist so wie ich mir ein "hochwertiges" Zelt vorstelle, absolut traumhafte Verarbeitung, schnell beim Auf- und Abbau, und das wichtigste - absolut wassendicht und sturmfest.

Wegen der geringen Höhe ist es für einen Campingurlaub mit Familie nicht unbedingt geeignet, aber für eine Radreise optimal.

Für mich alleine hätte das Zelt ruhig etwas kleiner sein können, aber ich habe kein kleineres, und so hatte ich wenigstens genug Platz für mein ganzes Gepäck.

Ein Spitzenzelt - mehr kann ich dazu nicht sagen!

Preis und mehr Info über das HUSKY Zelt erfahren Sie hier